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Psychotherapeutische Praxis Dr. Dino Zitarosa – Erlangen

Zwangsstörungen

Auf dieser Seite erfahren Sie, was eine Zwangsstörung ist, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie eine Psychotherapie bei Zwängen in meiner Praxis abläuft.

Zwangshandlungen

Was ist eine Zwangsstörung?

Zwänge können sehr unterschiedlich aussehen. Bei manchen Menschen stehen sichtbare Zwangshandlungen wie häufiges Kontrollieren, Waschen oder Reinigen im Vordergrund. Andere leiden vor allem unter wiederkehrenden aufdringlichen Zwangsgedanken oder führen ihre Zwangsrituale überwiegend gedanklich aus. Nicht immer ist deshalb für die Betroffenen oder ihr Umfeld sofort erkennbar, dass es sich um eine Zwangsstörung handelt.

Viele Betroffene erkennen, dass ihre Befürchtungen oder Verhaltensweisen übertrieben oder unangemessen sind. Dennoch fällt es ihnen schwer, sich von den Gedanken zu lösen oder auf die entsprechenden Zwangshandlungen zu verzichten. Die Symptomatik kann dadurch viel Kraft und Zeit in Anspruch nehmen und das persönliche, familiäre oder berufliche Leben stark beeinträchtigen.

Zwangsgedanken sind wiederkehrende Gedanken, Vorstellungen oder innere Impulse, die sich aufdrängen, obwohl sie nicht gewollt sind. Sie können starke Unsicherheit, Angst, Anspannung, Ekel, Schuld oder Scham auslösen. Häufig versuchen Betroffene deshalb, solche Gedanken zu unterdrücken, zu widerlegen oder durch bestimmte Gegengedanken oder Handlungen zu „neutralisieren“.

Die Inhalte von Zwangsgedanken können sehr unterschiedlich sein. Sie beziehen sich z.B. auf Verschmutzung oder Ansteckung, die Sorge, einen Fehler gemacht oder etwas übersehen zu haben, übermäßige Verantwortung für mögliche Schäden sowie auf Ordnung oder Symmetrie. Auch aggressive, sexuelle oder religiöse Zwangsgedanken sind häufig.

Zwangsgedanken stehen typischerweise im Widerspruch zu den eigenen Überzeugungen und Wertvorstellungen und werden gerade deshalb als besonders beängstigend erlebt. Gerade Zwangsgedanken mit aggressiven, sexuellen oder anderen als beschämend erlebten Inhalten werden oft lange verschwiegen.

Zwangshandlungen sind wiederkehrende Verhaltensweisen oder gedankliche Rituale, zu denen sich Betroffene gedrängt fühlen. Hierzu gehören beispielsweise Kontrollieren, Waschen, Reinigen, Ordnen oder das Wiederholen bestimmter Handlungen. Zwangsrituale können aber auch ausschließlich gedanklich stattfinden, etwa in Form von Zählen, Beten, innerem Wiederholen bestimmter Wörter, gedanklichem Kontrollieren oder Neutralisieren belastender Gedanken.

Zwangshandlungen dienen meist dazu, Angst, Unsicherheit oder andere unangenehme Gefühle zu reduzieren, ein Gefühl der Kontrolle zu erlangen oder ein befürchtetes Ereignis zu verhindern. Kurzfristig gelingt dies häufig tatsächlich. Langfristig trägt gerade diese kurzfristige Erleichterung jedoch dazu bei, dass sich die Zwangssymptomatik weiter verfestigt.

Zwangsgedanken

Wann werden aufdringliche Gedanken zum Problem?

Aufdringliche Gedanken kennen fast alle Menschen. Bei einer Zwangsstörung bekommen bestimmte Gedanken jedoch eine besondere Bedeutung: Sie werden als gefährlich, moralisch bedeutsam oder als Hinweis darauf erlebt, dass etwas unbedingt geklärt werden muss.

Dadurch entstehen Angst und Unsicherheit – und häufig der starke Drang, sich abzusichern, Gedanken zu überprüfen oder Gewissheit herzustellen.

Ein Gedanke wie „Was, wenn ich doch jemanden verletzt habe?“ kann auftauchen und wieder verschwinden, ohne dass ihm viel Beachtung geschenkt wird. Bei einer Zwangsstörung entsteht dagegen häufig das Bedürfnis, vollständige Sicherheit darüber herzustellen, dass die befürchtete Situation nicht eingetreten ist oder niemals eintreten wird. Der Gedanke wird immer wieder analysiert, Erinnerungen werden überprüft, andere Menschen um Rückversicherung gebeten oder bestimmte Situationen werden vorsichtshalber vermieden.

Dabei können typische Annahmen über die eigenen Gedanken und Gefühle eine wichtige Rolle spielen wie: „Wenn ich so etwas denke, sagt das etwas über mich aus“, „Wenn ich mich so unsicher fühle, muss an der Befürchtung etwas dran sein“ oder „Ich darf erst aufhören zu kontrollieren, wenn ich mir vollkommen sicher bin“.

In der Psychotherapie geht es nicht darum, den Inhalt jedes einzelnen Zwangsgedankens immer wieder zu widerlegen. Vielmehr ist es wichtig zu verstehen, warum der Gedanke eine so große Bedeutung bekommen hat und weshalb sich das Bedürfnis nach Sicherheit immer weiter verstärkt hat.

Ein wichtiger Grundsatz dabei ist: Gefühle können sehr real und sehr intensiv sein, ohne dass die daraus abgeleitete Gefahr deshalb ebenfalls real sein muss. Angst oder Unsicherheit können dazu führen, dass eine Befürchtung besonders glaubhaft und bedrohlich erscheint.

Störungsmodell Zwangsstörung

Wodurch werden Zwänge aufrechterhalten?

Zwangsgedanken und Zwangshandlungen bilden häufig einen Kreislauf: Ein bestimmter Auslöser (z.B. Anblick eines Küchenmessers) führt zu einem aufdringlichen Gedanken oder Zweifel (z.B. denkt eine liebevolle Mutter plötzlich unfreiwillig „Könnte ich mein Kind umbringen?“). Wenn diese Gedanken subjektiv als wichtig oder gefährlich bewertet werden (z.B. „Sowas darf ich doch nicht denken!“, „Wenn ich meine Gedanken nicht im Griff habe, dann vielleicht auch nicht mein Handeln!“), entstehen unangenehme Gefühle wie z.B. Angst, Unsicherheit oder Anspannung.

Um diese Gefühle zu reduzieren, wird auf sogenannte Neutralisierungsstrategien zurückgegriffen: Man kontrolliert, vermeidet, holt Rückversicherungen ein oder führt andere sichtbare oder gedankliche Rituale aus (z.B. alle Messer entfernen, mit dem Kind nicht mehr alleine bleiben). Dies führt meist kurzfristig dazu, dass die unangenehmen Gefühle nachlassen. Das Gehirn lernt dadurch: Das Ritual hat geholfen, die Anspannung zu reduzieren. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, beim nächsten Mal wieder darauf zurückzugreifen.

Paradoxerweise führen die kurzfristig entlastenden Zwangsrituale langfristig auch dazu, dass sich die aufdringlichen Gedanken immer realer anfühlen. So denkt man z.B. automatisch: „Die Tatsache, dass ich so viel kontrolliere, beweist doch, dass wirklich große Gefahr besteht.“ 

Gleichzeitig nutzt sich der kurzzeitig „beruhigende“ Effekt der Zwänge im Laufe der Zeit ab (vergleichbar mit einem Werkzeug, das nach häufiger Verwendung stumpf wird). Um noch den gleichen emotionalen Effekt zu erzielen, werden deshalb immer zeitaufwändigere oder komplexere Rituale benötigt. Auf diese Weise können sich die Zwänge im Laufe der Zeit immer stärker ausbreiten und zunehmend Raum im Alltag einnehmen.

Psychotherapie Zwänge

Wie werden Zwangsstörungen behandelt?

Eine Zwangsstörung kann sehr hartnäckig sein. Viele Betroffene haben schon oft versucht, weniger zu kontrollieren, weniger zu waschen oder bestimmte Gedanken einfach nicht mehr zu denken – und erleben frustriert, dass dies nicht dauerhaft gelingt. Das liegt nicht an mangelnder Willenskraft. Zwänge funktionieren vielmehr nach bestimmten Mechanismen, die sich durch bloßes „Zusammenreißen“ nicht verändern lassen.

Die gute Nachricht ist: Für Zwangsstörungen gibt es wirksame Behandlungsmöglichkeiten.

Die Therapie der ersten Wahl in der Behandlung von Zwangsstörungen ist die sogenannte störungsspezifische kognitive Verhaltenstherapie.

Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die sogenannte Exposition mit Reaktionsmanagement, das gezielte Üben eines neuen Umgangs mit Situationen, Gedanken und Gefühlen, die bisher den Zwang ausgelöst haben. Auch die deutsche S3-Behandlungsleitlinie empfiehlt dieses Vorgehen ausdrücklich.

Bei der Exposition mit Reaktionsmanagement setzen sich Betroffene gezielt und bewusst mit Situationen, Gedanken oder Vorstellungen auseinander, die normalerweise Zwangsreaktionen auslösen. Gleichzeitig wird mit therapeutischer Unterstützung trainiert, auf die gewohnte Zwangshandlung, Vermeidung oder gedankliche Neutralisierung zu verzichten und die dadurch zunächst verstärkt aufkommenden Gefühle ohne Zwangsrituale erfolgreich zu bewältigen. 

Die Expositionsübungen erfolgen stets in Absprache, werden gemeinsam sorgfältig vorbereitet und an die individuelle Symptomatik angepasst. Ziel ist nicht, möglichst viel Angst auszulösen, sondern neue Erfahrungen zu ermöglichen: Unsicherheit und unangenehme Gefühle können ausgehalten werden, ohne durch Zwangsrituale kontrolliert werden zu müssen – und verlieren dadurch mit der Zeit an Macht.

Zwangsstörungen können auch medikamentös behandelt bzw. mitbehandelt werden. Wirksam sind insbesondere bestimmte Antidepressiva, vor allem sogenannte Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI). In einigen Fällen kann eine medikamentöse Behandlung die Psychotherapie sinnvoll ergänzen oder (z.B. bei besonders schwer ausgeprägter Symptomatik) erst möglich machen. Eine ausschließlich medikamentöse Behandlung wird dagegen in der Regel nur dann empfohlen, wenn eine störungsspezifische Psychotherapie nicht möglich ist oder nicht in Anspruch genommen werden kann. Ob eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, sollte individuell mit einem Facharzt bzw. einer Fachärztin für Psychiatrie oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Behandlung von Zwangsstörungen in meiner Praxis

Bei der Behandlung von Zwangsstörungen orientiere ich mich an der aktuellen wissenschaftlichen Evidenz und den Empfehlungen der S3-Leitlinie Zwangsstörungen. Gleichzeitig ist mir wichtig, die Therapie nicht nach einem starren Schema durchzuführen. Zwänge können sehr unterschiedlich aussehen und erfüllen bei verschiedenen Menschen unterschiedliche Funktionen. Deshalb wird die Behandlung gemeinsam auf Ihre individuelle Symptomatik, Ihre Lebenssituation und Ihre persönlichen Ziele abgestimmt.

Am Beginn der Therapie steht ein möglichst genaues Verständnis Ihrer Beschwerden. Gemeinsam entwickeln wir ein individuelles Erklärungsmodell für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Zwangsstörung. Dabei betrachten wir nicht nur aktuelle Auslöser, Befürchtungen, Bewertungen, Zwangsrituale und Vermeidungsstrategien, sondern auch wichtige biografische Erfahrungen und wiederkehrende Beziehungsmuster.

Gemeinsam versuchen wir auch zu verstehen, welche Funktion die Zwänge in Ihrem Leben übernommen haben. Symptome entstehen nicht im luftleeren Raum. Zwänge können beispielsweise helfen, schwer aushaltbare Unsicherheit zu kontrollieren, innere Konflikte zu regulieren, belastende Gefühle auf ein scheinbar lösbares Problem zu verschieben oder in Beziehungen bestimmte Aufgaben zu übernehmen. In diesem Sinne lassen sie sich oftmals als eine Art „kreative Notlösung“ verstehen: Sie haben sich aus nachvollziehbaren Gründen entwickelt, verursachen inzwischen jedoch selbst erhebliche Einschränkungen.

Therapie bedeutet deshalb nicht nur, Zwangssymptome abzubauen. Gemeinsam klären wir auch, welche Funktionen der Zwang erfüllt und entwickeln andere, langfristig hilfreichere Möglichkeiten, mit den dahinterliegenden Bedürfnissen, Konflikten oder Belastungen umzugehen.

Auf Grundlage der Problemanalyse formulieren wir individuelle Therapieziele. Dazu gehört meist eine deutliche Verringerung der Zwangssymptomatik und eine Rückgewinnung von Freiheit im Alltag. Je nach persönlichem Erklärungsmodell können aber auch weitere Ziele bedeutsam sein – beispielsweise ein anderer Umgang mit Unsicherheit und Verantwortung, das Zulassen von Gefühlen, die Veränderung belastender Beziehungsmuster oder ein angemessenerer Umgang mit eigenen Bedürfnissen und Grenzen.

Ein zentraler Bestandteil der Behandlung ist in der Regel die Exposition mit Reaktionsmanagement. Dabei setzen Sie sich schrittweise mit Situationen, Gedanken oder Gefühlen auseinander, die bislang Zwänge ausgelöst haben, und lernen, auf die gewohnten Neutralisierungs- und Sicherheitsstrategien zunehmend zu verzichten. Solche Übungen werden sorgfältig vorbereitet und gemeinsam geplant. Wenn es sinnvoll ist, können Expositionen zunächst therapeutisch begleitet auch außerhalb der Praxis stattfinden – beispielsweise dort, wo der Zwang tatsächlich auftritt. Im weiteren Therapieverlauf geht es zunehmend darum, das Gelernte selbstständig im Alltag umzusetzen und ein eigenes, flexibles Selbstmanagement zu entwickeln.

Die kognitive Verhaltenstherapie bildet die Basis meiner therapeutischen Arbeit. Gleichzeitig halte ich es für sinnvoll, Interventionen und Konzepte aus anderen therapeutischen Ansätzen zu integrieren, wo es individuell hilfreich ist. So können beispielsweise tiefenpsychologische Konzepte helfen, biografische Entwicklungen, innere Konflikte oder Beziehungsmuster besser zu verstehen. Systemische Interventionen können sinnvoll sein, wenn Zwänge stark in familiäre oder partnerschaftliche Interaktionen eingebunden sind. Achtsamkeits- und akzeptanzorientierte Elemente können einen flexibleren Umgang mit Gedanken, Gefühlen und Unsicherheit fördern. Liegen zusätzlich traumatische Erfahrungen oder andere relevante biografische Belastungen vor, können bei entsprechender Indikation auch traumatherapeutische Verfahren wie EMDR einbezogen werden.

Diese ergänzenden Ansätze ersetzen dabei nicht die wissenschaftlich gut belegte störungsspezifische Behandlung der Zwangsstörung, sondern erweitern sie dort, wo dies für das individuelle Verständnis und die Therapie sinnvoll ist.

Angehörige sind oftmals eine wichtige Unterstützungsressource, weil sie den Alltag der Betroffenen viel unmittelbarer miterleben als die Therapeutin oder der Therapeut. Gleichzeitig sind Angehörige bei Zwangsstörungen häufig stark in die Symptomatik eingebunden. Partner oder Eltern geben beispielsweise immer wieder Rückversicherung, helfen bei Kontrollen, übernehmen Aufgaben oder passen den gemeinsamen Alltag an Vermeidungsverhalten und Rituale an. Solche Reaktionen sind meist gut gemeint und kurzfristig oft entlastend, können jedoch unbeabsichtigt dazu beitragen, Zwänge langfristig aufrechtzuerhalten.

Im Rahmen meiner früheren Forschungstätigkeit am Uniklinikum Erlangen habe ich mich intensiv mit dem Thema Angehörigenarbeit beschäftigt. Meine Forschung bezog sich auf Angehörige von Menschen mit Essstörungen; viele der dort untersuchten Belastungen und zwischenmenschlichen Prozesse finden sich in ähnlicher Form auch bei Zwangsstörungen. Gemeinsam mit Dr. Holmer Graap habe ich am Universitätsklinikum Erlangen ein Unterstützungsangebot für Angehörige entwickelt, durchgeführt und wissenschaftlich untersucht. Dabei wurde uns sehr deutlich, wie hoch die eigene Belastung von Angehörigen sein kann und wie wichtig Informationen über die Erkrankung und konkrete Hilfen für schwierige Alltagssituationen sind. Ungünstige Reaktionsmuster – etwa starke Kritik, übermäßige emotionale Verstrickung oder ein immer stärkeres Ausrichten des Familienalltags an der Erkrankung – können den Verlauf zusätzlich erschweren.

Deshalb versuche ich bei der Behandlung von Zwangsstörungen, bedeutsame Angehörige nach Möglichkeit und in Absprache mit den Betroffenen in die Therapie einzubeziehen. In einem oder mehreren Angehörigengesprächen geht es typischerweise darum, die Zwangsstörung besser zu verstehen, schwierige Alltagssituationen gemeinsam zu betrachten und bisherige Reaktionsweisen zu reflektieren. Wir erarbeiten konkrete Möglichkeiten, wie Angehörige unterstützen können, ohne dabei unbeabsichtigt den Zwang zu verstärken.

Meine verhaltenstherapeutische Ausbildung habe ich am CIP Bamberg bei Prof. Hans Reinecker absolviert, der sich über viele Jahre intensiv wissenschaftlich und klinisch mit Zwangsstörungen beschäftigt und maßgeblich zur Entwicklung und Verbreitung wirksamer Behandlungskonzepte beigetragen hat. Die Behandlung von Zwangsstörungen war dadurch schon früh ein wichtiger Bestandteil meiner therapeutischen Ausbildung.

In meiner anschließenden langjährigen klinischen Tätigkeit habe ich zahlreiche Patientinnen und Patienten mit Zwangsstörungen behandelt und durfte am Universitätsklinikum Erlangen eine integrative Gruppenpsychotherapie für Zwänge entwickeln und durchführen. Diese verband verhaltenstherapeutische Interventionen – insbesondere Exposition mit Reaktionsmanagement – mit einem tiefenpsychologisch orientierten Verständnis der individuellen Bedeutung und Funktion der Symptomatik.

Auch in meiner ambulanten Tätigkeit ist die Behandlung von Zwangsstörungen zu einem meiner fachlichen Schwerpunkte geworden. Dabei ist mir besonders wichtig, wissenschaftlich fundierte störungsspezifische Behandlung mit einem individuellen Verständnis der Entstehung, Aufrechterhaltung und Funktion der Zwänge zu verbinden. Psychotherapie bedeutet für mich eine gemeinsame Arbeit auf Augenhöhe – mit dem Ziel, die Belastung durch die Zwänge zu verringern, persönliche Handlungsspielräume zurückzugewinnen und das eigene Leben wieder stärker an den eigenen Zielen und Werten ausrichten zu können.